Donnerstag, 12. Oktober 2017

Sammelboxen im Überblick: Galerie des Grauens (1/3)

GALERIE DES GRAUENS
© Anolis Entertainment
"...und immer an die Leser denken", hieß es damals recht populär. Mache ich jetzt mal und veröffentliche auf Kopf & Kino hiermit einen astreinen Service-Beitrag. Alle Filme aus Anolis' Galerie des Grauens-Veröffentlichungen im Überblick. Plus Inhalt. Plus Kaufgelegenheit. Na, ist das was?

Nope, diese Posts werden nicht gesponsert. Und obwohl ein Disclaimer dazu, nochmal am Ende zu finden ist: Die mit einem *Sternchen versehenen Links ("versternten"?) führen zu dem Film auf Amazon. Kauft ihr über den Link etwas, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision. Wichtig: Mehrkosten hat deswegen niemand! Und sollte ich überaupt je die Auszahlungsgrenze erreichen, geb ich Bescheid. Versprochen. Ach und weil die meisten von euch, ihr Datenvolumen ja eh auf YouTube verblasen, hab ich auf Bilder weitestgehend verzichtet.


GALERIE DES GRAUENS

Falls jemand nur Bahnhof versteht: Das Label Anolis hat bis jetzt drei Filmboxen, mit Horror-, Krimi- und SciFi-B-Movies der 50ér, 60ér, 70ér und 80ér veröffentlicht. Titel der drei Boxen sind Galerie des Grauens, Rückkehr der Galerie des Grauens und Rache der Galerie des Grauens. Viele Filme sind echte Raritäten, die sonst vermutlich den Archivtot gestorben wären.

Aber schon die Suchanfrage "Anolis Galerie des Grauens Filme" endet in Chaos. Nervt mich tierisch. Deshalb habe ich die drei Boxen einfach mal zusammengesucht, die einzelnen Filme aufgelistet und verlinkt – schön übersichtlich in drei Beiträgen.

Die erste Galerie des Grauens enthält 10 Filme auf 10 DVDs. Blu-Ray/DVD-Kombos waren erst bei der dritten Box ein Thema. Bei Ebay gab es die Sammelbox ab und an in gutem Zustand für dreistellige Beträge zwischen 200 und 300 Euro. Bei dem ersten Film der Box ist meistens ein Sammelschuber für die übrigen Filme dabei.


Die Teufelswolke von Monteville

OT: The Trollenberg Terror / 1958 / Regie: Quentin Lawrence / 82 Min / FSK 18

Man kann dem Film jetzt nachsagen was man will. Kein "aber". Du kannst dem Film echt nachsagen, was immer Du willst – es wird stimmen. Die hanebüchene Story, um glubschäugige Psychokinese-Monster, die teilsympathische Protagonisten (u.a. Forrest Tucker) ans Leder wollen, ist ulkig anzuschauen und genügt zu einem gemütlichen Samstagnachmittag.



Das Vermächtnis des Prof. Bondi

OT: A Bucket of Blood / 1959 / Regie: Roger Corman / 66 Min / FSK 16

Der Inhalt ist schnell zusammengefasst: Junger Künstler findet Inspiration, indem er Menschen erst zu Leichen macht, dann zu Kunstwerken. So, viel interessanter ist allerdings der vorliegende deutsche Release in der Galerie des Grauens. Für den deutschen Markt wurde der Name des Protagonisten in "Walter Bondi" geändert, um den Film als Fortsetzung zu Das Kabinett des Prof. Bondi (mit Vincent Price!) vermarkten zu können. Um den Budenzauber perfekt zu machen, wurde für die deutsche Fassung ein Prolog gedreht, der Walter offiziell als Sohn des ehemaligen Waxfiguren-Maniacs etabliert. Schwarzhumorig, mit ein leicht Poe'schen Note im Abgang.



Auf U-17 ist die Hölle los

OT: The Atomic Submarine / 1959 / Regie: Spencer Gordon Bennet / 69 Min / FSK 12

Kein Zweifel: 1959 hatte man keine großen Ansprüche an das Jahr 1969. Atombetriebene U-Boote verschwinden am Nordpol. Grund ist ein UFO. Ab futuristischer wirds nicht. Muss es auch nicht, denn charmant chauvinistische Kapitäne und tentakelige Aliens versüßen einem den Abend auch so.



Die Nacht der unheimlichen Bestien

OT: The Killer Shrews / 1959 / Regie: Ray Kellogg / 69 Min / FSK 16

Obwohl der Titel es impliziert, geht es in diesem Film nicht um einen Sommerschlussverkauf. Ein astreines Creature Feature mit verkleideten Hun... also mit riesigen, mutierten, giftigen Nagetieren, die ein Rudel Schiffbrüchiger und anderes Kanonenfutter, über eine Insel jagen. Der Streifen hat mittlerweile so etwas ähnliches wie Kultstatus erreicht und macht mit einer Flasche Rotwein im Anschlag sogar Spaß.



Ungeheuer ohne Gesicht

OT: Fiend Without a Face / 1958 / Regie: Arthur Crabtree / 74 Min / FSK 18

Ihr kennt diese Klischees, über die alten B-Movies, über Atomängste und gehirnfressende Ungeheuer? Glückwunsch, in diesem hübschen Schmankerl, gibts beides zusammen. Ein Atomkraftwerk kommt an seine Leistungsgrenze und und 10 Filmminuten später tauchen auch schon (endlich) die ersten Opfer auf – yeah. Bisswunden am Hals, Gehirnsauger... das volle Beziehungsprogramm eben. Wenigstens für die Stopmotion-Animationen sehenswert.



Rakete 510

OT: First Man Into Space / 1959 / Regie: Robert Day / 78 Min / FSK 16

Hm, wenn der ganze Film auf einen völlig vorhersehbaren Twist zusteuert, aber trotzdem ganz guckbar ist, wie verpackt man dann den Inhalt? Also: Astronaut Dan Prescott kommt bei einem Testflug mit kosmischer Strahlung in Kontakt und stürzt zurück auf die Erde – bleibt anschließend aber unauffindbar. Wenige Filmminuten taucht ein mutiertes, blutsaugendes kosmisches Ungeheuer auf. Aber mehr verrate ich jetzt nicht!



Das Ungeheuer von Loch Ness

OT: The Giant Behemoth / 1959 / Regie: Douglas Hickox, Eugéne Louriè / 80 Min / FSK 16

Die Mutter der modernen Riesenmonsterfilme ist zweifelsfrei Panik in New York*. Und dieser Film hier... ist ein etwas günstigeres Rip-Off. Im Prinzip "Panik in London". Und wie üblich, in dieser Ära des Monsterfilms, gibt es Radioaktiviät und Angst vor Strahlung bis der Geigerzähler kracht. Abgesehen davon hat das Ding natürlich nichts mit Loch Ness zu tun. Spaß macht das Ganze trotzdem – oder gerade deswegen. Trinkspiel: Immer wenn es um Brandwunden und leuchtende Sachen geht, trinkt ihr einen. Prost.



Frankensteins Tochter

OT: Frankenstein's Daughter / 1958 / Regie: Richard E. Cunha / 85 Min / FSK 16

Fun Fact: Auch die Kawasaki 900 Z1 wird 'Frankensteins Tochter' genannt. Jetzt kannst Du bei der nächsten Party mal ein originelles Gespräch anleiern. Abgesehen davon, kannst Du der Galerie des Grauens wirklich dankbar dafür sein, dass Du diese fesche Frankenstein-Interpretation anschauen kannst. Denn obgleich das Mad-Scientist-Thema nie wieder so richtig frisch sein wird, ist der Wechsel zu einem weiblichen Monster – oder wie es in Bahnhofskneipen heißt: Frau – und die Verlagerung in die (damalige) Gegenwart nett anzusehen. Die Story ist nicht sonderlich kompliziert: Ein Nachfahre Frankensteins hält die Familientradition der ambitonierten Leichenschändung, mit anschließender Wiederbelebung und blutiger Panikmache, aufrecht. Und das widerum hält uns aufrecht.



Die letzten Sieben

OT: Day the World Ended / 1955 / Regie: Roger Corman / 78 Min / FSK 16

Und da sind wir wieder, bei der sympathischen B-Movie-Ikone Roger Corman. Und weil es in den Fünfzigern ja generell viel zu wenig Panikmache vor einem Atomkrieg gab, rüttelte Herr Corman die Nation wieder einmal wach. In seinem Szenario hat ein Atomkrieg in den Siebzigern, die Menschheit ausgelöscht. Eine handvoll Überlebener kämpft jetzt mit den anzunehmenden Problemen: Overacting, Extreme-Anstarring und Nuklear-Mutanten; glubschäugige Wesen mit zuviel Plastik – im Prinzip wie eine Porno-Aktrice den Staaten. Das Ende der Welt als Mischung aus Endzeit-Creature-Feature und Teilzeit-Krimi. Hübsch!



Die Augen des Satans

OT: The Brain from Planet Arous / 1957 / Regie: Nathan Juran / 71 Min / FSK 16

Tja, klarer Fall von beschissenem Marketing. "Die Augen des Satans", klingt doch voll nach einem vermasselten Experiment à la Der Mann mit den Röntgenaugen. Dabei verbirgt sich hinter diesem Titel ein wunderbar unkomplizierter und unfassbar guter Alien-Klassiker. Die Prämisse: Der interstellare Weltraum-Terrorist Gor (sieht aus wie ein Gehirn mit Augen) landet auf der Erde und ergreift Besitz von John. Infolge dessen kann der mit einem Blick Menschen töten und Flugzeuge vom Himmel pusten – scheiß Glückspilz. Gejagt wird Gor von Vol. Der versteckt sich im Hund vn Johns Verlobten. Verrückt, sympathisch und ein Haufen Opfer. Der Film ist wie ein erstes Date.



To Be Continued...

Und das war die erste Galerie des Grauens. An dieser Stelle verlinke ich bei gegebener Zeit natürlich auch die beiden anderen Artikel zu den Anolis-Boxen.

Sammelboxen im Überblick: Rückkehr der Galerie des Grauens (2/3)

Sammelboxen im Überblick: Die Rache der Galerie des Grauens (3/3)

Wenn ihr euch in Zukunft weiterer Beträge dieser Art wünscht, schreibt doch einfach nen Kommentar.


In diesem Sinne,

RogerCormanFanbriefeSchreibendes Cheerio und viel Spaß beim Bingewatchen

Euer Rob


*Affiliate-Link: Kauft Ihr über diesem Link etwas, entstehen Euch keinerlei Nachteile dadurch. Kopf & Kino erhält lediglich eine kleine Provision. So unterstützt Ihr meine Arbeit. Danke.

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