Mittwoch, 25. Oktober 2017

Sammelboxen im Überblick: Die Rückkehr der Galerie des Grauens (2/3)

DIE RÜCKKEHR DER GALERIE DES GRAUENS
© Anolis Entertainment
Ich heiße euch rechtherzlich willkommen! Weil der erste Teil meines kleinen Überblicks schon eingeschlagen hat wie... Spaß! Keine Ahnung. Aber wäre jetzt albern, wenn ich "1/3" schreibe und dann kommt nix weiter. Deshalb folgt nun also "2/3" und damit Die Rückkehr der Galerie des Grauens.

Wie gehabt, findet ihr hier jeweils eine Auflistung der Filme in Reihenfolge, dazu eine wertende Inhaltsangabe – ja, ich hab sie alle gesehen – und dazu ein paar Meta-Daten. Und auch diesmal der faire Hinweis: Kauft ihr etwas über den gekennzeichneten Amazon.de-Link, erhalte ich von Amazon eine winzige Provision. Sobald ich die Auszahlungsgrenze das erste Mal überschritten habe, gebe ich Bescheid – und kauf mir nen Porsche (um damit zu meinem Privatjet zu juckeln). Viel Spaß.



DIE RÜCKKEHR DER GALERIE DES GRAUENS

Die Sammel(bare)Box Die Rückkehr der Galerie des Grauens wartet mit 10 Titeln auf, unter denen sich einige Meilensteine und Wegweiser ihrer Genres befinden – und einige meiner Lieblingsfilme, btw. Der Satan mit den 1000 Masken ist sowohl Verbeugung, vor dem Genre „Horror“, als auch eine Abrechnung, mit dem gnadenlosen Studiosystem „Hollywood“. Dahingegen ist Der Mann mit den Röntgenaugen eine Story mit Lovecraft'schen Zügen und sicherlich eine von Roger Cormans besten Regie-Arbeiten – vielleicht hatte er da noch Bock auf Filme, wer weiß.


Das Geheimnis des steinernen Monsters

OT: The Monolith Monster / 1957 / Regie: John Sherwood / 77 Min / FSK 12

Was ist das bedrohlichste Szenario, dass Du Dir vorstellen kannst? In den Fünfzigern waren es Steine. Außerirdisches Gestein, dass dem Boden seine Mineralien entzieht und unaufhörlich weiterwächst. Mit seiner Angst vor Dingen die unaufhörlich weiterwachsen, steckten die USA, filmisch gesehen, während der Fünziger Jahre, mitten in der Pubertät. Aber der souverän inszenierte, weitestgehend vom Overcting verschont gebliebene, Science-Fiction-Film, überzeugt vor allem mit seiner simplen Prämisse: wachsende Steine → böse Steine. Und während der 77 Minuten Laufzeit, kommt definitiv keine lange Weile auf. #FunFact: Die schwarzen Monolithen inspirierten die Schöpfer der Command & Conquer-Reihe, zu dem hart umkämpften Rohstoff Tiberium. Es ist ein wenig, wie bei den Geißens und Pavianen: die Parallelen sind unübersehbar – man denkt nur nicht sofort dran.



Die Rache der schwarzen Spinne

OT: Earth vs. the Spider / 1958 / Regie: Bert I. Gordon / 73 Min / FSK 16

Auch wenn der Satztitel es vermuten lässt, handelt es sich um keine Fortsetzung. Das charmante Creature Feature, bzw. der Riesenmonsterfilm – je nach Lesart – behandelt das bekannte Szenario „Small Village vs Creature“ und macht das routiniert, zipp zapp, ohne viel Brimborium: Ein turtelndes Pärchen – Gab es je andere? - findet in einer Höhle eine Riesenspinne...,nein, halt: eine riesige schwarze Spinne. Die übrige Handlung basiert auf der heiter naiven Ansicht, es wäre eine gute Idee, das Tier zu betäuben und ohne Sicherheitsmaßnahmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ist es nicht. #FunFact: In einer Szene sieht man das Filmplakat zu War of the Colossal Beast. In Deutschland erschien der Film als Gigant des Grauens und befindet sich ebenfalls in Die Rückkehr der Galerie des Grauens. Geil!



Der Satan mit den 1000 Masken

OT: How to Make a Monster / 1962 / Regie: Herbert L. Strock / 69 Min / FSK 16

Der Satan mit den 1000 Masken ist heutzutage vermutlich aktueller denn je und eindeutig ein Kriminal- und kein Horrorfilm. Pete Dumond ist seit 25 Jahren Chef-Maskenbildner bei American International Pictures. Auch die Monster aus I Was a Teenage Werewolf und I Was a Teenage Frankenstein verdanken ihm ihren Look. Als AIP beschließt, fortan mehr fesche Musikfilme zu produzieren und die Abteilung Horror, Dumand inklusive, in Rente zu schicken, kann der Maskenbilder das nur schwer akzeptieren. Er nutzt ein Präparat, hypnotisiert Teenwolf und Teenkenstein und übt grausame Rache! Grausame! Rache! Ein hervorragend gespielter Kriminalfilm, den man in Zeiten schludriger CGI-Effekte immer wieder mit der Heißklebepistole an die eigenen Nippel löten möchte, um damit nackt ins Kino zu rennen, sich vor die Leindwand zu stellen und zu brüllen: „Seht her – DAS sind Effekte!“ Egal, Message ist angekommen, ne?



Bestie des Grauens

OT: Missile to the Moon / 1959 / Regie: Robert Cunha / 74 Min / FSK 12

Okay, also das hier ist nicht mein Lieblingsfilm. Fünf Menschen knallen zum Mond, darunter zwei Sträflinge, ein Außerirdischer und ein Pärchen – oder wie ich es nenne: das durchschnittlichen RTL-Klientel. Auf dem Mond gibt es sinistre Frauenimitationen und Monsterpuppen; vice versa. Das reicht auch für'n entspannten Nachmittag. Interessanter ist, dass der Film ein Remake des genauso grützigen Films Cat-Women of the Moon ist, der nur fünf Jahre zuvor entstand.



Der Flug zur Hölle

OT: The Land Unknown / 1957 / Regie: Virgil Vogel / 75 Min / FSK 12

Das Szenario ist bekannt: Forschungsexpedition in Richtung Antarktis geht in die Hose, u.a. weil die Dame und die Herren, statt einer Eiswüste eine jurassische Dschungellandschaft vorfinden. Wurde damals als Trash verschrien, entfaltet über 60 Jahre später aber volle Wirkung. Handgemalte Backrounds, Suitmation-T-Rex und Animatronic-Ungeheuer – und ich lege noch ein Robinson-Crusoe-Abklatsch oben drauf. Ick muss verrückt sin! Übrigens auch der einzige Film, der mir bisher glaubhaft vermitteln konnte, dass ein tonnenschwerer Saurier keinerlei Geräusche macht.



Gigant des Grauens

OT: War of the Colossal Beast / 1958 / Regie: Bert I. Gordon / 66 Min / FSK 16

Wenn ich nicht falsch recherchiert habe, wurde War of the Colossal Beast im UK als Revenge of the Colossal Man veröffentlicht. Gefällt mir auch besser, denn der Streifen über einen halbnackten 20-Meter-Riesen, dem es die Gesichtspelle weggebrutzelt hat, ist die Fortsetzung des Films The Amazing Colossal Man, hierzulande veröffentlicht als Der Koloß*. Der komplette Cast wurde ausgetauscht. Macht aber nix. Tumbe Riesen mit Mordshunger, haben auch schon vor Hodor Spaß gemacht.



Die Totengruft des Dr. Jekyll

OT: Daughter of Dr. Jekyll / 1952 / Regie: Edgar G. Ulmer / 74 Min / FSK 16

Donnerwetter. Also hier haben wir mal ein echtes Schmuckstück. Der in Österreich geborene Edgar G. Ulmer zählt zu den (zu) wenig bekannten B-Movie-Ikonen. Die Geschichte, um Henry Jekylls leibliche Tochter und einen damit verbundenen Mordfall, ist atmosphärisch dicht und schafft es als einer der wenigen Genrevertreter dieser Zeit, auch heute noch, über die Nostalgie hinaus, zu begeistern. Wenn man Schauerliteratur schon fortsetzen muss, dann bitte gerne öfter in dieser Art und Weise.



In den Klauen der Tiefe

OT: The Mole People / 1956 / Regie Virgil Vogel / 74 Min / FSK 6

Okay, da sag mal noch einer, dass alte Filme Kinderkram sind. In den Klauen der Tiefe hat zwar nur ein FSK-6-Rating, aber astreine... also da gibts Maulwurfsmenschen. Und eine Einführung in die Hohlerde-Theorie – vermutlich dürfen wir uns deswegen jetzt, auf YouTube, in mehrstündigen Interviews von Hohlköpfen 'erleuchten' lassen. Aber außerdem, lernen wir eine wichtige Regel: Egal, wie maulwürfig das Volk in der muffig feuchten Unter-Erde auch ist, die Mädels dort, sind auch nur bildhübsche Hochglanz-Damen, die schnittige Abenteurer von der Oberfläche richtig dufte finden und am liebsten sofort... you know, rigga rigga ding dong.



Das Grauen kam um Mitternacht

OT: Night of the Blood Beast (+ Attack of the Giant Leeches) / 1958 / Regie: Bernard L. Kowalski / 67 Min / FSK 16

Der Titel klingt nach einer Sauftour. Und warum stehen zwei Titel im OT? Ach Gottchen, ist das hier alles wieder verrückt! Der Mercator Filmverleih brachte einige Titel erst ins deutsche Kino, nachdem an ihm herum gefummelt wurde – aus verschiedenen Gründen. Bei Das Vermächtnis des Prof. Bondi diente ein zusätzliches Wrap up dazu, den Film als Sequel zu einem bekannten Vincent-Price-Film zu verkaufen - Das Kabinett des Professor Bondi. In diesem Fall jedoch, war der Original-Film einfach zu kurz. Also verwurstete Mercator zusätzlich einige Szenen aus Attack of the Giant Leeches, als Flashback des Darstellers Michael Emmet, der in beiden Filmen chargierte. Infolge blieb der Release der Giant Leeches aus. Schade. Achso, Story: Astronaut → Rakete → Absturz → Monster → NomNomNom.



Der Mann mit den Röntgenaugen

OT: X / 1963 / Regie: Roger Corman / 80 Min / FSK 12

Dr. James Xavier (Ray Milland) entwickelt ein Serum, zur Steigerung der Sehkraft. Wie damals üblich unternimmt er einen ungesicherten Selbstversuch und entwickelt infolge eine Art Röntgenblick. Nachdem sein Labor-Assi Bedenken äußert, verunfallt dieser sturzseitig aus dem Fenster und Dr. X ist auf der Flucht. Seine Fähigkeiten steigern sich, der Druck auch und am Ende steht dem brillanten Wahnsinnigen nur noch die eigene Seele im Weg. Hach, herrlich. Der langsame Verfall der Psyche, die Sci-Fi-Prämisse und vor allem das Ende – alles riecht so ein wenig nach Lovecraft – wenn man es denn riechen will. Muss auch nicht. Es gibt auch was zu hören. Der tolle Score von Les Bexter ritzt sich angenehm tief in die Lauschmuscheln. Also, ihr Filmkulturstoffel, wenigstens der Film ist Pflicht!



To Be Continued...

Und das war Die Rückkehr der Galerie des Grauens. Wenn ihr noch mehr Retro-Gruselstoff braucht, schaut ihr natürlich auch in die anderen beiden Artikel:

Sammelboxen im Überblick: Galerie des Grauens (1/3)

Sammelboxen im Überblick: Die Rache derGalerie des Grauens (3/3)

Ihr wollt in Zukunft mehr Artikel dieser Art? Oder du fandest das jetzt komplett scheiße? Das war dir zu gruselig? Nicht gruselig genug? Du hast Schlepphoden? Lass einfach alles, was Dir auf dem Herzen liegt, in den Kommentaren raus.


In diesem Sinne,

1000MaskenFürJekyllsTochterBastelndes Cheerio und viel Spaß beim Bingewatching

Euer Rob

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