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Mittwoch, 23. November 2016

Deleted Scenes #5

Kopf & Kino Deleted Scenes #5
© Warner / Disney / Studiocanal / Capelight / Sony
Willkommens-SMS für Bridget Hartmanns Baby: "Don't Breathe Before I Wake"

[ Prolog | Während ich die fünfte Ausgabe der Kopf & Kino Deleted Scenes aufs digitale Papier niese, läuft im Hintergrund der Score zu Stranger Things*. Ich sitze eingemummelt in meinem Bett, während die Lichter anderer Wohnungen in meinem Fenster reflektieren und flackern, fast wie kleine UFOs. Was wohl - just in diesem Moment - über diese Bildschirme da drüben flackert? Pornos bei der experimentierfreudigen Singlemutter? Kochduell bei dem absolut zufriedenen Bodybuilding-Crack? Oder schlüpfrige Tentakel-Hentais beim selbsternannten Cineasten? Who cares - vorm Bilschirm sind wir alle gleich.]

Wow, die fünften Deleted Scenes. Ich will nicht sagen "phänomenal", aber für einen Slowblogger wie mich, sind dieserart Kurzkritikkollektionen regelrecht befreiend. Nicht zuletzt deshalb, weil sie galante Mittelwege sind. Zudem befriedigen sie dieses "Das wollte ich noch sagen"-Gefühl. Aber nun, liebe Filmfeinschmecker, geschätzte Cinèconnaisseure und enthusiastische Zelluloidzarathustren: Es gibt wieder Frischfleisch von der Resterampe - mundzumundpropagandagerecht portioniert und verzehrfertig. Bon Appetit.

Mittwoch, 10. August 2016

Deleted Scenes #4

Kopf & Kino Deleted Scenes #4
© NFP / Warner / Disney / Paramount
Wie Batman über Alice redet:
Maggie's Clover Book

[ Prolog | Neulich war ich im Kino und hab mir Ghostbusters angeschaut. Dazu hab ich dann für das Vodafone-Magazin Featured eine Filmkritik abgeliefert. Als Autor mit einem Schwerpunkt im Bereich Film bot sich das an. Kaum geteilt schlaumeiert XY darunter "...Wo ist nur deine Integrität geblieben?" Okay, jedem das seine, denke ich mir und hake das ab. Jetzt beim Verfassen der vierten Kopf & Kino Deleted Scenes schießt mir die Frage wieder in den Kopf und damit einhergehend die Absurdität dieser Frage. "Wenn es bezahlt ist, ist es keine Kunst mehr", ist eine Maxime, die in verschiedener Art und Weise immer mal wieder aufploppt. Dann schaue ich mit Freuden z.B. zu Kollegin Antje Wessels (Wessels Filmkritik) und ihre Beiträge in diversen Print- und Online-Medien. Bis heute habe ich nicht den Eindruck, dass das hoffentlich erhaltene Honorar die Texte in die eine oder andere Richtung beeinflusst hat. Auch wenn das eine verklärt romantische Vorstellung sein mag, aber ich bin dafür, dass Schreiberlinge und Schreiberlinge..rinnen...linge für ihre Arbeit bezahlt werden, so wie andere Menschen - und solche die es noch werden wollen - auch.]

Und wieder hab ich mich das ein oder andere Mal ins Kino verirrt und es nicht geschafft, instant einen Review zu tippen. Der Job, die Unlust, der Kaffee und die Sache mit der Weltpolitik - hauptsache nicht faul. Aber über den einen oder anderen Streifen mache ich mir trotzdem meine Gedanken und manchmal sogar so viel, dass ich sie in dieses kleine Format hier reinsuppen lassen. Am gemischten Filmbüffet gibts diesmal unter anderem animationlastigen Wahnsinn, eine Wahnsinnsanimation, animalische Abstraktion und außerirdische Annihilation. Wohl bekomms.

Montag, 16. Mai 2016

Deleted Scenes #3

© Universal / FOX / Disney
Peanuts Wars Episode VII:
Knock Knock Krampus


[ Prolog | Die vergangenen Monat waren ernüchternd. Ich glaube, die Slow-Blogging-Bewegung hat einen neuen Anhänger: mich. Neben Arbeit und....Faulheit ist es schlicht und einfach nicht mein Ding, mir mühsam Texte rauszuquälen, wenn ich nicht will. Das wollt Ihr nicht, das will ich nicht und das sollte auch nicht Sinn und Zweck dieses Blogs sein. "Mit Liebe zum Geschrieben, statt mit Gewalt zum Schreiben", sagte einst ein weiser Autor. Wobei, ist es jetzt überhaupt korrekt "einst" zu sagen, wenn ich es eigentlich gerade erst in diesem Moment getextet habe? Und ist das nicht sogar so ein geiler Spruch, dass ich jetzt mal astrein auch so ein geiles Zitat, hier so mitten hinein reinformatieren kann, so richtig mit mir als Verfasser? Moment...
»Mit Liebe zum Geschriebenen, statt mit Gewalt zum Schreiben« - Rob Gryczke
 ...jupp, geht. Fühlt Euch frei, es zu zitieren und sagt stolz, in welchem Schreibgulak Ihr es gefunden habt.]

Dass ich schon längst nicht mehr zwischen Blockbuster, Arthouse-Wunder und Low-Budget-Granate unterscheide werden aufmerksame Leser längst bemerkt haben. Ist mir völlig egal, ob der Film nun 250 Millionen Dollar gekostet hat, acht Millionen Euro oder dreieinhalb Millionen britische Pfund - oder eben einen Kasten Bier: Film ist Film. Deswegen findet sich in diesem schriftlichen Kuchenrandstück hier, auch der als Highlight 2015 angepriesene Star Wars Episode VII neben dem schamlosen Brüsteballet Knock Knock. Ich wollte eigentlich noch warten, um ein, zwei Filme mehr mit aufzunehmen, aber, ach komm, was weg is, is weg. Zieht die Hosen hoch und macht die Augen wieder auf, hier sind die Deleted Scenes #3.

Freitag, 2. Oktober 2015

Deleted Scenes #2

© Universal, Polyband, Studiocanal, Paramount
We are Minions Genisys:
Straight Outta Everest


[ Prolog | Manchmal halte ich mich für ein egoistisches Arschloch. Ein Kollegenschwein. Warum? Ich schreibe viel, sehr viel und will gelesen werden. Ich will Feedback bekommen, Kommentare, Lob, Donuts, Kritik, Beschimpfungen, Schläge auf den Hintern und was weiß ich nicht noch alles. Im Gegenzug bin ich wenig auf anderen Filmblogs unterwegs. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen bin ich einfach stark beschäftigt - die Miete zahlt sich ja nicht von allein - zum anderen gibt es aber auch nur eine handvoll Filmblogger, die mich interessieren. Die mich interessieren, weil sie eben mehr machen, als Filme nach Schema F in Schubladen zu packen. An dieser Stelle sei mal die Kollegin Franziska von Filmkompass genannt: schlichtes Layout, gut geschriebene Texte, fachlich aber persönlich. I like it. Like it too. Wenn Ihr andere Empfehlungen habt, dann immer her damit. Ich lese sie. ]

Es ist mal wieder soweit. Ich habe Filme geschaut. Aber nicht nur das. Zwischendurch hab ich auch selbst einen gedreht. Jawohl. Hollywood rief an und meinte... nein, quark. Für eine Kurzspielfilm-Produktion hatte ich das Drehbuch beigesteuert und schwang am Set die Tonangel. Bei Gelegenheit lasse ich gerne mehr Infos durchsickern (#kopfundkinoleaks). Deleted Scenes #2 ist diesmal sehr blockbusterlastig. Das heißt, wenn Ihr checken wollt, ob sich ein später Besuch in z.B. We Are Your Friends lohnt oder ob Ihr doch lieber die Tauben im Park mit Croutons bewerft, sind die Deleted Scenes #2 genau das knüppelharte Brot, welches Ihr dafür braucht.  

Dienstag, 9. Juni 2015

Deleted Scenes #1

A Most Violent Boogaloo Blinders
(oder: Die eisige Spur des Vogelmannes)

[ Prolog | Es gibt sie: Review-Texte, die angefangen irgendwo in der digitalen Ecke stehen und stiefmütterlich behandelt werden. Mit großen Manga-Kulleraugen schauen sie mich an. "Ich war bei den Oscars" bettelt es mich an und hat noch nicht kapiert, dass dies für mich nicht relevant ist. "Aber ich bin ein deutscher Kinderfilm. Namhaft besetzt" drängelt sich ein anderer abgebrochener Text dazwischen. Niedlich, wie die kleinen Buchstabengebilde passiv aggressiv um meine Aufmerksamkeit rangeln. Gemein, wie ich ihnen nur den Header tätschele und sie dann seufzend beiseite schiebe. Es liegt nicht an den Filmen, denen sie zu Grunde liegen. Ich schöpfe Texte zu schlechten Filmen genauso gern wie zu guten. Es liegt an mir. Es liegt an meiner Zeit. Manche Texte - außerhalb des Blogs - werden bevorzugt, weil ich dafür Geld bekomme. Ich bin ein Tastengigolo. Das ist notwendig, aber nicht wirklich ein Übel.

Ein Serienreview streckt seine kleinen Ärmchen nach mir aus. Er liegt schon etwas länger in der Ecke und als ich ihn in König-der-Löwen-Manier hoch nehme, wirbelt etwas Staub nach oben in das Sonnenlicht. Ich kann sie doch nicht ewig unter dem Schreibtisch hin- und herschieben. So klein wie sie noch sind, so sehr haben sie aber doch das Recht darauf, die Luft des World Wide Webs zu riechen und frei zu sein. ]

Die Kopf & Kino Deleted Scenes erscheinen unregelmäßig. Sie liefern Euch das Destillat liegengebliebener Texte, die vielleicht nicht mehr relevant sind oder mit der gleichen Wahrscheinlichkeit fertig werden, wie der Flughafen Berlin. Serien, Oscaranwärter, Docs, Heimkino: Die Deleted Scenes sind Euer gemischter Bewegtbild-Salat mit Zufallsdressing. Guten Appetit.
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